Was bedeutet ERP? Was gehört in einen Bautagesbericht? Und wozu dient ein Pilotbetrieb? Hier erklären wir wichtige Begriffe ohne Software-Sprache.
Bausoftware
Programme, die kaufmännische und operative Bauabläufe verbinden.
Bausoftware unterstützt zum Beispiel Angebot, Kalkulation, Projektplanung, Zeiterfassung, Baustellendokumentation und Abrechnung. Entscheidend ist nicht die Zahl der Funktionen, sondern ob das System zum tatsächlichen Auftragsablauf passt.
Ein zentrales System für zusammenhängende Unternehmensdaten und Abläufe.
ERP steht für Enterprise Resource Planning. Im Handwerks- oder Baubetrieb kann ein ERP Kunden, Angebote, Aufträge, Material, Zeiten und Rechnungen zusammenführen, damit Informationen nicht mehrfach erfasst werden.
Fotos, Leistungen und Ereignisse nachvollziehbar einem Bauvorhaben zuordnen.
Eine digitale Baudokumentation hält Fortschritt, Besonderheiten, Personal, Wetter, Fotos und Zusatzleistungen strukturiert fest. Dadurch finden Büro und Bauleitung Nachweise schneller und können Leistungen zeitnah abrechnen.
Der tägliche Nachweis über Arbeiten und Ereignisse auf einer Baustelle.
Ein Bautagesbericht dokumentiert unter anderem ausgeführte Leistungen, anwesendes Personal, Wetter, Geräte, Lieferungen, Behinderungen und besondere Vorkommnisse. Digital erfasst, ist er sofort dem richtigen Auftrag zugeordnet.
Nachweis über zusätzliche Arbeiten nach tatsächlichem Aufwand.
Ein Regieschein – auch Regiebericht – dokumentiert Arbeitszeit, Material und Zusatzleistungen, die nicht pauschal im Auftrag enthalten sind. Eine zeitnahe Bestätigung schafft eine bessere Grundlage für die Abrechnung.
Arbeitszeiten direkt am Einsatzort einem Auftrag zuordnen.
Bei mobiler Zeiterfassung tragen Mitarbeiter Beginn, Ende, Pausen und oft auch Tätigkeiten am Smartphone oder Tablet ein. Das Büro erhält die Daten schneller und muss Stundenzettel nicht erneut übertragen.
Arbeitsabläufe vereinfachen, klären und verlässlich wiederholbar machen.
Prozessoptimierung betrachtet jeden Schritt eines Auftrags: Wer erzeugt welche Information, wer braucht sie und wo entstehen Wartezeiten oder doppelte Arbeit? Erst danach wird entschieden, welche digitale Unterstützung sinnvoll ist.
Ein priorisierter Fahrplan für sinnvolle digitale Veränderungen.
Eine Digitalisierungsstrategie verbindet betriebliche Ziele, konkrete Engpässe, passende Software, Verantwortlichkeiten und eine realistische Reihenfolge. Sie verhindert, dass einzelne Werkzeuge ohne gemeinsamen Plan eingeführt werden.
Menschen strukturiert durch Veränderungen begleiten.
Change Management sorgt dafür, dass Mitarbeiter den Zweck neuer Abläufe verstehen, Fragen stellen können, ausreichend üben und klare Regeln erhalten. Im Handwerk zählt besonders, ob die Veränderung unter Zeitdruck auf der Baustelle funktioniert.
Grunddaten, die in vielen Aufträgen wiederverwendet werden.
Dazu gehören beispielsweise Kunden, Mitarbeiter, Artikel, Leistungen, Geräte und Preislisten. Saubere Stammdaten vermeiden Dubletten und bilden die Grundlage für verlässliche Angebote, Aufträge und Auswertungen.
Ein neuer Ablauf wird zuerst in einem überschaubaren Bereich getestet.
Ein Pilotbetrieb startet mit einem passenden Team, einem Gewerk oder ausgewählten Aufträgen. So werden Bedienung und Verantwortlichkeiten unter echten Bedingungen geprüft, bevor der gesamte Betrieb umstellt.
Eine technische Verbindung, über die Systeme Daten austauschen.
Eine Schnittstelle kann zum Beispiel Zeiten aus einer Baustellen-App an die Lohnverrechnung oder Auftragsdaten an ein Dokumentationssystem übergeben. Vor einer Umsetzung muss klar sein, welche Daten in welche Richtung fließen.
Soll- und Ist-Kosten eines abgeschlossenen Auftrags vergleichen.
Die Nachkalkulation zeigt, welche Arbeitszeit, Materialien und Fremdleistungen tatsächlich angefallen sind. Dafür müssen Baustellendaten vollständig, rechtzeitig und eindeutig dem Auftrag zugeordnet sein.